Ich finde diese Liste sehr gut. Sie deckt sich praktisch zu 100 % mit dem, was ich vorher gemacht und empfohlen habe. Auch ohne Korrelationstests. Man bedenke, dass Korrelationen ein Rankingverhalten nur bestätigen, aber nicht beweisen.
Also der Reihe nach: (SEOmoz Empfehlung | Mein Kommentar)
Dokumententitel (<title>) spielen immer noch eine sehr wichtige Rolle. Idealer Aufbau: „Keyword 1 - Keyword 2 - Name der Firma“. In weniger umkämpften Märkten, wo es vielleicht darauf ankommt den Namen hervorzuheben, kann auch folgende Struktur getestet werden: „Name der Firma - Keyword 1 - Keyword 2“
H1 - Überschrift 1 ist nicht mehr wichtig für Suchmaschinen. Aber auch nicht schädlich. Daher sollte der Tag weiterhin zur sematischen Strukturierung verwendet werden.
Von NoFollow-Techniken zur Modellierung des PageRank ist abzuraten, weil zurzeit nicht klar ist, ob diese Technik überhaupt noch sinnvoll ist. Weitere Tests stehen noch aus. | Meine Empfehlung: An das halten was Matt Cutts hier sagt: PageRank sculpting oder doch lieber Linkaufbau?
Das Canonical-Tag ist (zurzeit) eher unwichtig: Für die Beurteilung des Nutzens stehen noch nicht genügend Daten zur Verfügung. Es ist besser Duplicate Content von vornherein zu vermeiden. Zum Beispiel durch die intelligente Verwendung der Raute am Ende der URL.
Die Verwendung von Alt-Text bei Bildern ist nachwievor zu empfehlen. | Das empfehle ich glaube ich jetzt schon seit 2001. Wer seine Besucherzahlen mal schnell um 10-20 % aufbessern will, der optimiert für die Bildersuche. Und das macht man mit dem Alt-Text eines jeden Bildes – gewissenhaftes Ausfüllen ist hier der Schlüssel zum Erfolg. Nebenbei macht man seine Bilder auch noch barrierefrei (barrierearm).
Wer seine Seiten auch für andere Suchmaschinen (allen voran Yahoo!) optimiert, der mag vielleicht noch mit dem Meta-Keywords-Tag experimentieren. Für Google ist der Tag nicht relevant. | Ich empfehle die Verwendung für die Implementierung von alternativen Navigationssystem, z.B. eine Tag-Navigation.
Parameter in URLs verursachen immer noch Probleme. Am besten man lässt sie weg.
Links im Fußbereich nur in Maßen einsetzen. Mehr als 25 davon wirken suspekt. Es gibt viele Beispiele für Abstrafungen, weil im Fußbereich (Footer) zu viele Links gesetzt wurden. | Ich würde dort nie etwas Wichtiges platzieren. Vielleicht Links zum Impressum und/oder zur Datenschutzseite.
Permanente Umleitungen (301 redirects) sind immer noch die beste Lösung für den Umzug einer Seite. Es kann jedoch dadurch ein wenig Rankingpower verloren gehen. SEOmoz schätzt 1-10%.
Der beste Weg zum Ausschluss einer Seite aus den Suchmaschinen ist immer noch Noindex Follow via Meta-Tag-Robots. Alle anderen Methoden (z.B. Meta-Refresh, was laut SEOmoz überraschender Weise [für mich] wie ein 301-Redirect funktioniert) werden nicht empfohlen oder funktionieren nicht zuverlässig (robots.txt). Letzteres verhindert auch die Weitervererbung von Linkpower (black hole for link juice). | Witzig! Mache es intuitiv immer schon so. Einfach aus dem Grund, weil man so Kategorieseiten „abschalten“ kann, aber den Linkfluss dadurch nicht unterbricht.
Googles Search Wiki hat bisher keinen nennenswerten Effekt auf das Ranking. | Auch wenn das einige Leute immer wieder gerne wollen ;-) Mal sehen, was die Zukunft hier bringt. Dass Google das Nutzerverhalten in die Rankings mit einberechnet, ist garantiert etwas, was sie ständig testen. Sobald jedoch herauskommt, dass das der Fall ist, werden wir eine Renaissance der Bot-Programmierung erleben. Dabei ist mir egal, ob Google nur „Trusted Accounts“ vertrauen wird. Dann wird es eben Trusted-Account-Bots geben. Man kann ALLES automatisieren, was nicht mit der Überzeugung anderer Menschen zu tun hat. Daher ist auch der Linkaufbau so schlecht zu automatisieren.
Schlechte Links aus „schlechten Nachbarscharften“ haben nur dann einen negativen Effekt auf Seiten aus guten Nachbarschaften, wenn die guten auch zu den schlechten zurückverlinken. Das sagen wohl auch die SEOmoz-Daten aus. | Macht auch Sinn. Denn Suchmaschinensabotage wird dadurch erschwert. Sonst könnte jeder hingehen und schlechte Links für seinen Mitbewerber kaufen. Was in der Vergangenheit durchaus schon passiert ist.
Die Auswirkung von Traffic auf Rankings ist laut SEOmoz nicht existent. Es gibt hier zwar eine Korrelation (die gut gerankten Seiten bekommen natürlich viel mehr Traffic), ultimativ gilt aber die ewige Regel: die guten Seiten bekommen mehr Links und damit bessere Rankings. Gerüchten zufolge verwendeten die Suchmaschinen eine Zeit lang die „Verweildauer“ auf der Suchergbnissseite (SERP) als Rankingfaktor. Dieses Signal war jedoch nicht zuverlässig genug, sodass heute eher das „Fehlen eines Klicks“ gemessen wird, wenn die Suchmaschinen bestimmte Ergebnisse verbessern wollen.
Alles in allem eine feine Liste an Grundregeln, die ich in annähern exakt dieser Form auch schon lange verwende. Die Korrelationsdaten sind zwar kein Beweis dafür, dass die Sachverhalte wirklich so sind, sind aber in jedem Fall ein kleiner Bonus. Ich halte mich in meinen Empfehlungen jedenfalls auch an diese guten Richtlinien. Vor allem an eine: Gute Rankings erfordern gute Links!
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