Wann der Linkkauf erlaubt ist - Auf die editorielle Sorgfalt kommt es an

Linkkauf immer verboten? Nein, manchmal ist es OK einen Link zu kaufen

Heute erklärt Matt Cutts, wann es erlaubt ist einen Link zu kaufen. Worauf es ankommt? Der Link sollte in den Inhalt eingebettet sein. Dieser Inhalt muss mit einer „gewissen“ editoriellen Sorgfalt erstellt worden sein. Hier das Video und unten die Erklärung:

Als Beispiele nennt er das Yahoo! Directory (die deutsche Version wird seit Jahren nicht mehr gepflegt) und BOTW (Best of the Web).

Ein Eintrag bei BOTW kostet zurzeit US $249.95 einmalig oder US $99.95 jährlich. Das Gleiche kostet im Yahoo! Directory ab US $49 jährlich pro URL. Dafür kann man hier sogar 5 URLs (Seiten) pro Domain begutachten lassen.

Ganz wichtig ist, dass diese Verzeichnisse auch Seiten abweisen. Verzeichnisse, die einfach alle Seiten aufnehmen, die dafür bezahlen, üben nicht genügend editorielle Kontrolle aus. Solche Verzeichnisse entstehen immer wieder von neuem. Leider geben sich die meisten Verzeichnisbetreiber nicht die nötige Mühe, um das Projekt in den Augen von Google als seriös einzustufen. Wer plant so ein Verzeichnis ins Leben zu rufen, der muss sich auch über entsprechende Editoren Gedanken machen. Diese beiden Beispielverzeichnisse beschäftigen eine Menge Personal, das ständig die Inhalte pflegt. Hier werden alle Einträge auch jährlich auf ihre Korrektheit überprüft.

Außerdem ist noch eines sehr auffällig. Wenn ich nach Links suche und Verzeichnisse finde, dann sehe ich, das leider bei 99 von 100 Verzeichnissen. Seriöse Verzeichnisse werben NICHT dafür, dass man durch einen Eintrag darin, bessere Rankings oder einen höheren PageRank bekommt.

Weitere Punkte:

  • Versuchen die Verzeichnisse auch von alleine gutes Websites zu finden? (Gut) Oder warten sie nur auf Kunden, die zu ihnen kommen? (Schlecht) Die wirklich guten Seiten würde ja nie auf den Gedanken kommen dafür zu bezahlen, dass sie irgendwo gelistet werden. Ein Verzeichnis ist nur so gut, wie die Seiten, die es listet.
  • Wieviel nehmen die Verzeichnisse für den Eintrag und welche editorielle Leistung steht dahinter?
  • Kunden sollten nicht über den eigenen Linktext bestimmen dürfen.
  • Bitte zurückhalten. Eine Handvoll Einträge reicht. (Denken Sie an ein natürliches Linkprofil)

Ultimativ gilt aber: Bietet das Verzeichnis einen echten Mehrwert für seine Leser? Wenn man diese Frage mit einem klaren JA beantworten kann, dann ist man (meiner Meinung nach) auf der sicheren Seite. Google ist eine Mehrwert-Suchmaschine. Immer dann, wenn ein Suchender durch die Suche auf eine Seite gelangt, die ihm/ihr einen direkten Mehrwert bietet, hat Google gute Arbeit geleistet. Wenn Google gute Arbeit leistet, dann kommen die Leute wieder. Wenn die Leute wiederkommen, dann kann Google seine Adwords einblenden. Die Adwords sind das Hauptgeschäftmodell von Google. Sie sehen also. Hinter die Vorgehensweise steckt ein ganz einfache Absicht: Mehr Geld verdienen.

Ergo: In so einem Fall kaufen auch wir einen Link. Schade, dass er nur so wenige, gute Verzeichnisse gibt :-(

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