Das Motto der Linkaufbau-Agentur und kann man nur noch mit „fiesen Tricks“ gewinnen?

Das Motto der Linkaufbau-Agentur und kann man nur noch mit „fiesen Tricks“ gewinnen?

In einem sehr interessanten Interview Ruud Questions: Ralph Tegtmeier aka Fantomaster (englisch) gibt Ralph ein paar Weisheiten wieder, die schon lange auf die erfolgreiche Umsetzung von Online-Projekten angewandt werden.

„Underpromise and overdeliver much as you reasonably can. Get involved in conversations - there's plenty of free platforms available for that. Don't be an obnoxious pitcher of your own stuff, help people out with advice and create lots of relationships. Let them spread the word for you: after all, word of mouth is still the most cost effective kind of promotion. Linkbait can work miracles if you do it right, too. At the end of the day, all of this should translate into plenty of inbound, one-way links and in the search engines taking note.”

Oder übersetzt:

„Liefere immer mehr als du versprichst. Beteilige dich an Konversationen. Dafür gibt es viele verschiedene kostenfreie Plattformen. Sei kein penetranter Verkäufer deiner Waren. Hilf den Leuten mit Ratschlag und baue viele Beziehungen auf. Lass diese Leute deine Nachrichten verkünden. Mundpropaganda ist schließlich immer noch eine der kosteneffizientesten Marketingmaßnahmen. Linkbait (Linkköder setzen) kann ebenfalls für Wunder sorgen, falls richtig gemacht. Unterm Strich sollten sich diese Maßnahmen in viele Einweg-Links auf die eigene Website verwandeln. Und die Suchmaschinen werden das auch bemerken.“

Das schöne an diesem Zitat: Das könnten wir auch direkt so als Mission-Statement bei uns einbauen. Denn das sind genau die Sachen, die wir für unsere Kunden machen und in Zukunft noch viel mehr machen wollen. Ich weiß aus persönlicher Erfahrung, dass dieser Ansatz phänomenal erfolgsversprechend sein kann. Wenn er denn richtig durchgeführt wird. (Mein Lieblingssatz in diesem Statement: „Sei kein penetranter Verkäufer deiner Waren.“ Das machen fast alle falsch, wenn sie selbst mit ihrem Linkaufbau anfangen. Links aufbauen heißt nicht Verkaufsnachrichten zu hinterlassen. Dafür gibt es andere Plattformen im Internet – z.B. Adwords oder Bannerwerbung.)

Ein Link ist in diesem Sinne auch nur eine Erwähnung der guten Arbeit, die man im Internet hinterlässt. Anfangs muss man natürlich selbst dafür Sorge tragen, dass die eigene Arbeit „erwähnt“ wird. Aber wenn diese Arbeit für sich spricht, dann werden irgendwann Wohlgesinnte den Linkaufbau übernehmen.

In meinen Beratungsgesprächen sage ich immer wieder, dass das Erfolgskonzept für einen Online-Unternehmer ganz einfach ist: Wer im Internet erfolgreich sein will, der muss auch im Internet „mitmachen“. Das Mitmachen ist dann am ertragreichsten, wenn man es als positive Erweiterung und Bereicherung des Internets versteht. Das geht ausschließlich über gute Inhalte. Egal in welchem Format. Wenn Sie konsequent daran arbeiten, für ANDERE „nützliche Dinge“ im Internet zu hinterlassen, dann zahlt sich das später automatisch aus. Es ist ein bisschen wie Karma, worauf ich in Zukunft hier im Blog immer wieder zurückkommen werde.

Müssen wir denn immer nur die Welt zumüllen, um geschäftlich erfolgreich zu sein?

Weiterhin interessant ist die Aussage, dass nur wenige der „gecloakten“ Projekte tatsächlich auffliegen. Aber sie fliegen auf! Die Frage ist, ob das jemand riskieren will? In den wenigsten Fällen ist es ja nicht Suchmaschine, die diese Praktiken aufdeckt, sondern die Mitbewerber. Aber wenn es alle anderen auch machen, dann halten alle ihren Mund. Obwohl die Websites, die auf der zweiten Seite gerankt sind, dazu eigentlich keinen Grund haben.

Es ist nur eine Frage der Zeit, bis jemand daher kommt und mal über diese Bereiche eine ordentliche Case-Study veröffentlicht und all diese dubiosen Praktiken aufdeckt. Die beteiligten Unternehmen werden sich dann tierisch darüber freuen, wenn sie auf diese Art und Weise „beleuchtet“ werden. Hier ist eine prima Idee für einen phänomenalen Linkbait. Richtig gemacht, wird diese Geschichte nicht nur von der deutschen, sondern auch von der internationalen Presse aufgegriffen: „Mit diesen dubiosen Methoden zocken Unternehmen im Internet ihre Mitbewerber ab.“

Wenn große Ölkonzerne in Südamerika tausende ölverseuchte Teiche hinterlassen, dann kommt das erst 30 Jahre später raus, denn nur ein kleiner Teil der Weltbevölkerung hat Zugang zu diesen Gebieten. Im Internet ist jedoch alles für alle immer sichtbar, wenn man weiß, wie man gucken muss. Vielleicht fliegen zur Zeit nur wenige dieser Projekte auf, weil es eben den großen „crack down“ noch nicht gegeben. Vielleicht kommt der auf nie. Oder morgen. Google ist ja bekannt dafür, dass sie lange Zeit nicht auf so etwas reagieren. Und dann auf einmal mit einem Schlag fast alle (oder wenigstens viele) solcher „Pfuscher“ rausschmeißen.

Auch die Aussage, dass man sich heute in den hart umkämpften Bereichen NUR noch mit Black-Hat-Methoden durchsetzen kann, halte ich nicht für tragbar. Wenn man immer nur sieht, wie Projekte mittels solcher Black-Hat-Methoden „gewinnen“, dann neigt man natürlich dazu, daraus den Schluss zu ziehen, dass man ohne diese Methoden eben nicht mehr oben mitspielen kann. Eine „Selbsterfüllende Prophezeiung“ sozusagen.

Wohl gemerkt, ich widerspreche nicht darin, dass das im Moment der Stand der Dinge ist. Aber das es nicht anders gehen kann, diese Annahme halte ich schlichtweg für falsch (und ich glaube auch nicht, dass Ralph hier widersprechen würde). Andere Kollegen (z.B: Leute wie Rand Fishkin), die schon seit jeher Methoden praktizieren, auf die man stolz sein kann, würden meiner Meinung sicherlich zustimmen.

Nein, ich widerspreche vehement. Man kann nicht nur mit fiesen Tricks gewinnen! Wenn man bereit ist die notwendige ehrliche Arbeit zu investieren, dann geht es auch 100% sauber. Auch bei PPC (s. Interview).

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